Ich
heiße Kirstin Scholz, bin vor 22 Jahren in Berlin geboren und seit
1989 Filkfan und Filker.
Genau zu diesem Zeitpunkt ergatterte ich nämlich meine erste Filkkassette
- die SOLAR SAILORS. Nach an-fänglich mehr passivem Filkfandasein
"missionierte" ich erfolgreich ein neues STAR TREK-Mitglied aus unserem
Club zum Filkfan. 'Warum mußtest Du auch Deine Klampfe so offen
rumstehen lassen, Carola?! - Selbst schuld!' Dann drehte das "arme Opfer"
den Spieß um und quälte uns in endlosen Filkrunden. In mehr
oder minder (un-)regelmäßigen Abständen traf man sich
in den nächsten Jahren zum Filken bei Carola oder zu netten Filkrunden
auf diversen Cons. Aber erst 1992 ging's mit dem Filkfieber richtig los.
Es wurde festgelegt, sich regelmäßig alle 14 Tage zu treffen.
Auch hatte sich inzwischen eine wirklich nette "Stammbesetzung" zusammengefunden,
und es machte wirklich Spaß.
Man bekam das dringende Bedürfnis, sich mal mit den vielen Filkern
außerhalb der großen und kleinen Cons zu treffen, und so entstand
die Idee zur Absolut Ultimativen Deutschen Mini Filk Con, welche diesen
November in die dritte Runde geht (noch'n bißchen Werbung, damit
es garantiert niemand überlesen kann...)
Und schließlich - welch ein Wunder - ich konnte mich plötzlich
sogar dafür begeistern, auf meine "alten Tage" noch ein Instrument
zu lernen. Dabei war ich früher immer sooo ungeduldig mit sowas...
Das fing damit an, daß ich mit 7 Jahren eine Geige in die Hand gedrückt
bekam (eigentlich wollte Klein-Kirstin ja Flöte spielen lernen, aber
dafür war zu diesem Zeitpunkt kein Platz in der Musikschule frei).
Also schrubbte ich lustlos ein Vierteljahr lang meine tägliche Übungsstunde
runter, bis meine Mutter zu meiner Erleichterung, und sicher auch zu der
meiner Nachbarn, mir das Teil aus der Hand riß und mich auf die
Warteliste für Flötenunterricht setzen ließ. Mit 10 war
es dann soweit. Endlich war ein Platz frei (pro Jahr immer nur einer!).
Es machte mir auch Spaß, und da meine Mutter mir auf der Flöte
alles erklären konnte, hatte ich auch keine großen Schwierigkeiten.
Naja, mal abgesehen von meiner Haltung, die nicht 100%ig korrekt war und
mir bei den Hausaufgaben immer wieder nur Note 2 einbrachte. Nach ein
paar Wochen stieß eine zweite Flötenspielerin dazu - eine Verwandte
der Lehrerin. Ich in meiner Arglosigkeit dachte mir ja nichts dabei, meine
Mutter dagegen war, gelinde gesagt, nicht gerade begeistert. Es kam wie
es kommen mußte - ich flog irgendwann. Ich hatte dann erst mal die
Nase voll vom Instrumente lernen, und obwohl meine Mutter mir weiter Unterricht
geben wollte, war ich zu verletzt und trotzig. Jetzt im Nachhinein könnte
ich mich natürlich in den A... treten. Später war ich dann noch
für eine ganze Weile im Kirchenchor, aber das tunkte sich so langsam
auch wieder aus. Andere Interessen gingen vor, und man hatte weder Zeit
noch Lust, regelmäßig Donnerstag zu den Proben und Sonntag
zum Auftreten zu erscheinen. Dann lieber reiten gehen oder mit Freunden
treffen.
So war dann eine Weile nichts, meine Stimme hatte viel Zeit einzurosten,
und von meinen Notenkenntnissen ist bis auf die C-Dur-Tonleiter auch nicht
mehr viel übriggeblieben.
Mit diesen "guten Voraussetzungen" und dem neu entflammten Filkfieber
entschloß ich mich, ab März diesen Jahres einen Gitarrenkurs
an der VHS zu belegen. Was ich seitdem auch tue - nur diese lange Sommerpause
von Juni bis September stört mich etwas...
Heike (unsere dritte im Bunde der Filkrunde) war auch gleich mit von der
Partie, und seitdem bringen wir unseren Gitarrenlehrer gemeinsam zum Grübeln,
denn was Filk ist, hat er noch nicht gerafft... Und wenn mir die VHS-Übun-gen
zu langweilig werden, habe ich ja eine breite Auswahl an Filksongbüchern
zum Üben. Außerdem mag es mein Kaninchen lieber, wenn ich filke.
Bei den VHS-Übungen drückt es sich immer auf den Boden, verdreht
die Augen und legt seine Pfoten auf seine Ohren. (Da sind wir im Augenblick
nämlich bei den Grundlagen, so mit Schrum-schrum... naja, muß
eben auch sein!)
Ansonsten ist zu mir noch zu sagen, daß ich Pferde über alles
liebe, vor allem Traber, die sind ja sooo lieb (jedem das Pferd, auf dem
man reiten gelernt hat...), außerdem noch alle großen Hunde
(Schäferhunde, aber auch Promenadenmischungen, da besonders Schottek,
mein herzallerliebster Gangster, der mir immer meine Bikinis vom Leib
reißt, um mich daran zu hindern, in's Wasser zu gehen...) und alles
mögliche Kleinvieh wie "mehr"-schweinchen oder mein ängstliches
Kampfkaninchen. Außerdem lese ich viel (hobbybedingt meist STAR
TREK, DARKOVER, PERN, SF & F halt), ich zeichne gern, schreib auch
manchmal (wenn's mich überkommt), bin eine Wasserratte (aber was
will man von einem Fisch anderes erwarten...). Musikmäßig mag
ich alles, was 'ne anständige Melodie vorzuweisen hat (Heavy Metal
u.ä. fällt somit also schon raus!!!), bevorzugt Folk (Irish
+ Scottish), Musicals (Phantom of the Opera z. B.), Country, Soundtracks
u.ä. Weiterhin organisiere ich gerne, was sich in der Redax-Arbeit
unseres inzwischen leider (seufz) aufge-lösten Star Trek-Clubs niederschlug.
Jetzt führe ich das (ehemalige Club-)Trekdinner in Berlin weiter.
Also, falls ihr zufällig mal den 3. Samstag im Monat in Berlin sein
solltet, meldet euch einfach!!! Ab und zu bringe ich unter dem Namen Pegasus-Press
ein Fanzine heraus, so z. B. diese erste deutsche Filktextsammlung, die
wir in unseren Anfangszeiten verbrochen haben oder das Jean Lorrah-Fanzine
(welches hoffentlich bald fertig wird) oder... ach was soll's, falls jemand
das Bedürfnis verspürt, noch mehr zu wissen und mir schreiben
zu wollen, dann nur zu.
Kirstin Scholz
(LFA '#2, April 1994) |