1
Bücherecke / Caution, Witch in progress
« am: 09 Juni 2013, 13:02:29 »
Caution, Witch in Progress von Lynne North, Amazon eBook für 0 €
Genre: Fantasy, ein bischen Urban, aber das fällt kaum auf.
Ich hab erst 13 Kapitel durch aber ich bin schon gut unterhalten. Eher ein Jugendbuch, denke ich, als für die erwachsene Leserschaft gemeint.
Gertie ist eine junge Hexe, die in einem Hexendorf aufwächst, wo alle entweder Hexen oder Hexenmeister sind. Den normalen Sterblichen ist das auch lieber so, denn wer will die schon bei sich im Ort haben?
Gertie ist von Geburt an ein schock für ihre Mutter. Rosige Haut, nicht der leichteste Gelbstich! Die Nase klein und zierlich, die Locken blond, und nicht mal die Familienwarze! Sie liebt ihr Kind trotzdem. Auch wenn sie so gar nicht schlecht ist. Auch wenn sie es nicht schafft, anderen Warzen anzuhexen, sondern nur, Frösche von ihnen zu befreien.
Aus schierer Verzweiflung schicken sie das Kind auf die Akademie, das in diesem Jahr auch weniger begabte Schüler aufnimmt, gegen ein Entgelt.
Gertie soll hier lernen, wie man Grimassen schneidet, donnernd grollt und andere verhext. Aber das will sie eigentlich gar nicht.
Ja gut, hier wird ein Klischee umgedreht und das vielleicht auch nicht besonders originell.
Aber es ist schön erzählt, immer mal was zum schmunzeln dabei und liest sich einfach nett.
Nicht anspruchsvoll oder erleuchtend, aber nett.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
EDIT: So, jetzt bin ich durch.
Zugegeben, der alte "wie überliste ich einen Dschinn/Magier/Dämon"-Trick (Ich wette du kannst nicht...) ist ein alter Hut, den ich nur grummelnd verzeihe, weil er das Problem nicht wirklich löst. Aber warum kann nicht mal ein Autor, der darauf zurückgreift, das thematisieren, indem der Anwender denkt "hier würde da keiner mehr drauf reinfallen, aber vielleicht kennt der Dschinn/Magier/Dämon den Trick nicht...."?
Wie dem auch sei, ich kann das Buch trotz allem wärmstens empfehlen.
Weil die Außenseiter, nachdem sie Helden wurden und jetzt von den normalen respektiert werden, trotzdem lieber unter sich bleiben, weil die anderen vorher ganz schön gemein waren.
Weil es nett zu lesen ist, wie Gertie sich abmüht, ich schlechtestes zu geben, aber sowas einfach nicht in sich hat.
Aber das sind nicht die Hauptgründe. Für jemanden wie mich, der sich recht stark mit sympathischen Protagonisten identifiziert, mit-zittert und mit-bangt ist dieses Buch wie Urlaub. Weil Gertie, auch wenn ihr echt viel nicht gelingt, trotzdem grundsätzlich einfach gut gelaunt ist. Und auch wenn ihr jemand die gute Laune verhagelt, dann hält das nicht lange an. Nicht, weil sie naiv und unrealistisch ist, sondern weil sie einfach voll Zuversicht ihr Bestes gibt.
Neben all den anderen leidenden, sich quälenden Helden wider willen, vor denen es in der Fantasy so wimmelt, ist das eine gelungene Abwechslung.
Genre: Fantasy, ein bischen Urban, aber das fällt kaum auf.
Ich hab erst 13 Kapitel durch aber ich bin schon gut unterhalten. Eher ein Jugendbuch, denke ich, als für die erwachsene Leserschaft gemeint.
Gertie ist eine junge Hexe, die in einem Hexendorf aufwächst, wo alle entweder Hexen oder Hexenmeister sind. Den normalen Sterblichen ist das auch lieber so, denn wer will die schon bei sich im Ort haben?
Gertie ist von Geburt an ein schock für ihre Mutter. Rosige Haut, nicht der leichteste Gelbstich! Die Nase klein und zierlich, die Locken blond, und nicht mal die Familienwarze! Sie liebt ihr Kind trotzdem. Auch wenn sie so gar nicht schlecht ist. Auch wenn sie es nicht schafft, anderen Warzen anzuhexen, sondern nur, Frösche von ihnen zu befreien.
Aus schierer Verzweiflung schicken sie das Kind auf die Akademie, das in diesem Jahr auch weniger begabte Schüler aufnimmt, gegen ein Entgelt.
Gertie soll hier lernen, wie man Grimassen schneidet, donnernd grollt und andere verhext. Aber das will sie eigentlich gar nicht.
Ja gut, hier wird ein Klischee umgedreht und das vielleicht auch nicht besonders originell.
Aber es ist schön erzählt, immer mal was zum schmunzeln dabei und liest sich einfach nett.
Nicht anspruchsvoll oder erleuchtend, aber nett.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
EDIT: So, jetzt bin ich durch.
Zugegeben, der alte "wie überliste ich einen Dschinn/Magier/Dämon"-Trick (Ich wette du kannst nicht...) ist ein alter Hut, den ich nur grummelnd verzeihe, weil er das Problem nicht wirklich löst. Aber warum kann nicht mal ein Autor, der darauf zurückgreift, das thematisieren, indem der Anwender denkt "hier würde da keiner mehr drauf reinfallen, aber vielleicht kennt der Dschinn/Magier/Dämon den Trick nicht...."?
Wie dem auch sei, ich kann das Buch trotz allem wärmstens empfehlen.
Weil die Außenseiter, nachdem sie Helden wurden und jetzt von den normalen respektiert werden, trotzdem lieber unter sich bleiben, weil die anderen vorher ganz schön gemein waren.
Weil es nett zu lesen ist, wie Gertie sich abmüht, ich schlechtestes zu geben, aber sowas einfach nicht in sich hat.
Aber das sind nicht die Hauptgründe. Für jemanden wie mich, der sich recht stark mit sympathischen Protagonisten identifiziert, mit-zittert und mit-bangt ist dieses Buch wie Urlaub. Weil Gertie, auch wenn ihr echt viel nicht gelingt, trotzdem grundsätzlich einfach gut gelaunt ist. Und auch wenn ihr jemand die gute Laune verhagelt, dann hält das nicht lange an. Nicht, weil sie naiv und unrealistisch ist, sondern weil sie einfach voll Zuversicht ihr Bestes gibt.
Neben all den anderen leidenden, sich quälenden Helden wider willen, vor denen es in der Fantasy so wimmelt, ist das eine gelungene Abwechslung.
